Wir freuen uns, Ihnen die neue Rubrik
Sprache und Medien des Zentrums für Italienstudien der TU Dresden vorzustellen, in der sich Sprachexpertinnen und -experten mit Fragen des Italienischen und seiner Varietäten auseinandersetzen. Ziel ist es, in den Medien virulent diskutierte Themen über die (italienische) Sprache mit kritischen Kommentaren aus der Linguistik oder verwandten Fachgebieten zu versehen und damit wissenschaftlich einzubetten. Das erste Dossier ist der sehr kontroversen Debatte gewidmet, die um die Sprachvarietät des Liedes
I p' me, tu p' te entstand, das der neapolitanische Rapper Geolier anlässlich des Sanremo-Festivals 2024 präsentierte.
Zu diesem Lied sind sehr unterschiedliche Meinungen und Bewertungen geäußert worden, die sich auf verschiedene sprachliche Aspekte beziehen: Es finden sich Bemerkungen zur Qualität der gesungenen Sprache, neben solchen, die seine Schriftsprache abwerten; es wurde die Verletzung grammatikalischer Regeln festgestellt (ohne dass diese näher spezifiziert werden), und auch die Orthographie kritisiert... In dieser Diskussion fällt also ein stark normatives Urteil auf, was – in Bezug auf das betreffende Musikgenre – überrascht.
Um die sprachliche Vielfalt Geoliers aufzuzeigen und das Neapolitanische, das er in seinen Texten verwendet, zu beleuchten, stellt das Zentrum für Italienstudien hier eine Presseschau zum "Fall Geolier" zur Verfügung, einschließlich eines Interviews mit Prof. Daniela Pietrini (Universität Augsburg).
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