Egal, ob eine Prüfung konventionell in Präsenz, als digitale Vor-Ort-Prüfung oder als digitale Fernprüfung angeboten wird, die grundsätzlichen Anforderungen sind dieselben: Die Studierenden sind zweifelsfrei zu authentifizieren, es ist Chancengleichheit sicherzustellen und Täuschungsversuchen ist vorzubeugen. Bei digitalen Fernprüfungen ist ein weiterer Aspekt zu berücksichtigen: Die Studierenden müssen der Verarbeitung personenbezogener Daten freiwillig zustimmen.
Um auch bei digitalen Prüfungen alle Anforderungen zu erfüllen, gibt es technische und organisatorische Hilfsmittel und Vorlagen, sodass der Aufwand für digitale Prüfungen ähnlich hoch ist wie bei konventionellen. So kann die Authentifizierung rein technisch mit ZIH-Login erfolgen, die Chancengleichheit wird mit gleichen Rahmenbedingungen und ähnlichen Aufgaben sichergestellt und Täuschungsversuchen muss mit einer digitalen Aufsicht begegnet werden.
Ein Hauptaugenmerk ist insbesondere bei digitalen Fernprüfungen auf die Aufgabenstellung und die erlaubten Hilfsmittel zu legen: Diese sollten so gestaltet sein, dass sie Täuschungen erschweren. So ist ein Abfragen von reinem Wissen ungeeignet. Besser ist, das Anwenden des Wissens in verschiedenen Kontexten zu verlangen. Dann ist ein reines Abschreiben oder Kommunizieren mit anderen Prüfungsteilnehmenden nicht einfach möglich.
Auch digitale Prüfungen müssen gut vorbereitet und durchgeführt werden, doch der anfängliche Mehraufwand gegenüber konventionellen Prüfungen ist überschaubar und amortisiert sich häufig, wenn die Prüfungskorrektur technisch unterstützt und damit zeitlich verkürzt werden kann.
Viele Details zu digitalen Prüfungen sind in der
Handreichung zu Digitalen Prüfungen, und auf den
Internetseiten des ZiLL zu finden. Das TDL BU und das
Team Digitale Werkzeuge beraten gern.